Grenztasterregelung

Grenztaster sind kleine Schaltelemente, die beim Öffnen des Wandhydranten oder bei Betätigung des Schlauchanschlussventils ein Signal abgeben. Hierbei ist das elektrische Leitungssystem dauerhaft auf Kurzschluss, Kabelbruch und Auslösung zu überwachen. Eine elektrische Einteilung des Gebäudes in mehrere Gruppen, z. B. alle 8 Etagen, ermöglicht bei Auslösung der Grenztaster individuelle Betriebspunkte durch die Druckerhöhung bereitzustellen. Wird beispielhaft ein Wandhydrant in der 20. Etage betätigt, stellt die Pumpe einen Versorgungsdruck von 12 bar zur Verfügung. Wird hingegen, ein Wandhydrant in der Tiefgarage ausgelöst, wird nur ein Versorgungsdruck von 5 bar zur Verfügung gestellt. Voraussetzung für derartige Technologien ist, dass neben dem entsprechend schnellen Druckaufbau auch ein sicherer Druckabbau unabhängig von der Leitungsnetzgröße innerhalb von 2,5 Sekunden erfolgt. Um unzulässige Drücke sicherzustellen, ist die vorstehende Reaktionszeit nach Werksnorm von GEP IndustrieSysteme mit einem Sicherheitsfaktor belegt. Dieser ergibt sich aus der kleinsten notwendigen Zeitspanne um ein Schlauchanschlussventils zu öffnen und den angeschlossenen formstabilen Schlauch zu füllen.

Einzeletagenanbindung

Werden mehrere Steigleitungen, z. B. im A- und D-Flügel angebunden, empfehlen wir für die A- und D-Flügel bezogen auf jede einzelne Etage, eine Mess-Schleifenanbindung vorzusehen.


Funktionserhalt

Hinsichtlich des Funktionserhaltes der Meldekabel bestehen seitens des Normenwerkes keine Anforderungen. In der praktischen Anwendung wird oft die Situation vorgefunden, dass sich der Aufstellungraum der Trinkwasser Trennstation zentral im Gebäude befindet und erst in einem gewissen Abstand Steigleitungen, z. B. in Treppenaufgängen oder Teigschächten, nach oben geführt werden. Sinnvoll im Rahmen einer effektiven Installation wird vorgeschlagen, vom Steuerschrank der Trennstation bis zum unteren Punkt der Steigleitung eine Mehrfachmeldeleitung, z. B. 20 x 2 x 0,75 zu verlegen. Am unteren Punkt der Steigleitung sollte ein Klemmkasten Verwendung finden, an dem die einzelnen Etagen mit Kabel 3 x 0,75 etagenbezogen aufgeklemmt werden.

Das Bus-System

Eine Alternative zur Einzel- und Gruppenanbindung stellt ein modernes Bus-System von GEP IndustrieSysteme dar. In diesem werden alle Hydranten mit nur einem Kabel in einem Kreis angeschlossen. Die Ausführung des Bus-Systems erfolgt im Versorgungskreis. Bei Kurzschluss oder Kabelunterbrechung ist die Auslösung fortlaufend sicher gestellt. Jeder Hydrant erhält einen speziellen Grenztaster, in dem eine ihm individuell zugeordnete Adresse hinterlegt ist. Das System wertet alle Betriebszustände mit einer zugesicherten Reaktionszeit von ≤ 1 s aus, um unzulässige Drücke auszuschließen.

Hochgeschwindigkeits-Bussystem 

Gruppenanbindung

In Einzelfällen ist es nach Rücksprache mit den Herstellern möglich, mehrere Etagen in einer Gruppe als Mess-Schleife zusammenzuführen. GEP IndustrieSysteme empfiehlt ausdrücklich diese Installationsweise nicht, da sich eine Fehlererkennung bzw. Auslöseort-Bestimmung im späteren Betrieb schwierig gestaltet.

Informationen

Bus-System von
GEP IndustrieSysteme -
Alternative zur Einzel-
und Gruppenanbindung

Artikel Bus-System

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