Elektrische Motorleistung 415V/50 HZ

S1 Sanftanlasser mit 1 Phasenverschiebung
S2 Sanftanlasser mit 3 Phasenverschiebung, größerer Schaltschrank notwendig

*Standardausführung
 

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Elektrische Leistung

Die benötigte elektrische Leistung der TrinkwasserTrennstation wird hauptsächlich durch den Leistungsbedarf der Pumpen bestimmt. Aus den Geräteangaben bzw. dem Ausschreibungstext sind die Anzahl der Pumpen, die elektrische Leistung der einzelnen Förderaggregate und die Pumpenredundanz zu entnehmen.

Beispiel:

Auszug aus der Leistungsbeschreibung:

Anschlüsse

Anschluss Trinkwasser

DN 150/PN 10

Abgang Betriebs-, Löschwasser

DN 150/PN 10

Notüberlauf mit Geruchsverschluss

4 x DN 100

Entwässerungsleistung

4 x 50,00 m³/h

Anzahl der Nachspeiseventile

1,00 Stück

Anzahl der Pumpen

3,00 Stück

Davon Anzahl Reservepumpen

1,00 Stück

Maximaler Volumenstrom je Pumpe

120,00 m³/h

Maximale Förderhöhe

81,00 m

Trinkwasserversorgungsart

Vollversorgung

Eignung für zusätzliche Betriebswasserverbraucher wie WC´s

bedingt

Motorleistung P2 je Pumpe

18,50 kW

Nennstrom je Pumpe

31,50 A

Netzanschluss

400 V/50 Hz

Redundanz-Stufe

Ø o symmetrisch

Maximale Raumtemperatur

40,00 °C

Kompressor*

230 V, 1,5 KW

*

230 Volt-Kompressoren belasten nur eine Phase, folglich können an den 400 V-Anschluss der Trinkwasser-Trennstation ohne Erhöhung des Gesamtstrombedarfs zwei  weitere Kompressoren betrieben werden.

In der Standardausführung ist anzunehmen, dass bei Leistungsbedarf alle Pumpen zuschalten. Die Zuschaltung der einzelnen Motoren erfolgt kaskadiert.

Anlaufstrom bzw. Einschaltstrom

„Als Einschaltstrom bezeichnet man den elektrischen Strom, der unmittelbar nach dem Einschalten eines elektrischen Verbrauchers fließt. Er unterscheidet sich vom Nennstrom …..“
Quelle: Wikipedia

Nennstrom

„Nennstrom ist bei elektrischen Geräten der aufgenommene Strom, wenn das Gerät mit der Nennspannung versorgt wird und seine Nennleistung abgibt.“
Quelle: Wikipedia

Bemessungsstrom

Üblicherweise werden die elektrische Zuleitung und Schaltschrankkomponenten laut VDE 0100 nach der Nennleistung bemessen. In der praktischen Umsetzung hat sich nach MLAR die Bemessung für Direkt- oder über Sanftanlauf geschaltete Pumpen nach der 1,5fachen Motorenleistung der 1. Pumpe für sicherheitstechnische Anlagen durchgesetzt.
Bei frequenzgeregelten Aggregaten ist der Bemessungsstrom gleich Nennstrom bzw. der Faktor 1,0.

Sicherheitstechnische Anlagen werden bei GEP IndustrieSysteme mit dem 1,5fachen Nennstrom der 1. Pumpe ausgelegt und als Bemessungsstrom gekennzeichnet.
Der Bemessungsstrom wird auf die Größe handelsüblicher Sicherungsgrößen aufgerundet:

Handelsübliche Sicherungsgrößen
2
4 6
10
16
20
25
32
35
40
50
63
80
100
125
160
200
250
315
400
500
630
800
1000
1250


In der Anwendungstechnik ist es in Deutschland üblich, Motoren mit einer Leistung über 4 KW nicht mehr direkt einzuschalten, um negative Auswirkungen durch erhöhte Anlaufströme auszuschließen. Um die Anlaufströme auf ein Minimum zu reduzieren, werden hauptsächlich drei Verfahren zum Starten der Motoren angewandt.

Motorenstart durch Sterndreieck

Der Motorenstart mit einer Sterndreieckschaltung bezieht sich auf ein älteres Verfahren, bei dem unterschiedliche Phasenstränge eines Drehstrommotors in Reihe geschaltet werden. Aus sicherheitstechnischen Erwägungen verfolgt GEP IndustrieSysteme diese Technologie nicht.

Motorenstart durch Sanftanlasser

Bei dem Motorenstart durch Sanftanlasser wird durch Phasenverschiebung der Anlaufstrom reduziert, wobei der „Hochlauf“ der Pumpe bis zur maximalen Drehzahl bzw. maximalen Pumpenleistung erfolgt. Bei der Auswahl der Sanftanlasser bietet GEP IndustrieSysteme zwei unterschiedliche Typen: den S1- und S2-Sanftanlasser.
Durch seine spezielle technische Bauart bietet der Sanftanlasser Typ S2 eine weitere Reduzierung des Anlaufstroms gegenüber dem Typ S1

Motorenstart mit Frequenzumrichter

Der Motorenstart und anschließende Betrieb einer Pumpe mit Frequenzumrichter bietet die energetisch günstigste Variante bei niedrigstem Anlaufstrom. Der Frequenzumrichter ermöglicht, dass der Anlaufstrom gleich dem Nennstrom ist. Im Weiteren ermöglicht diese Variante eine auf den örtlichen Bedarf variabel abgestimmte Pumpenleistung.

Pumpensperrung

Wird die TrinkwasserTrennstation mit Reservepumpen ausgestattet, können diese speziell gesperrt werden. Die Pumpensperrung erfolgt softwareseitig und schaltet defekte Pumpen ab bzw. versucht bei Leistungsmangel einen automatischen Neustart. Das Modul Pumpensperrung wird im Werk konfiguriert. Vor Geräteauslieferung wird die Zusatzfunktion in den 24-Stunden-Anlagenfunktionstest am werkseigenen Prüfstand auf sichere Funktion getestet.

Auszug aus Tabelle elektrische Motorleistung:

Kabelführungen und Klemmen für E-Einspeisung in Schaltgerätekombination für
TrinkwasserTrennsationen und TrinkwasserStationen von GEP IndustriesSysteme

Alle Angaben ohne Gewähr, vorbehaltlich Änderungen.

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